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Siemens Transportation Systems (TS) hat den Auftrag zur Ausrüstung der beiden ersten Metrolinien der südchinesischen Millionenstadt Shenzhen mit Signal- und Leittechnik erhalten. TS, weltweiter Marktführer im Bereich der Bahnautomatisierung, baut damit seine Stellung im Bereich der Nahverkehrsautomatisierung im Wachstumsmarkt China weiter aus. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 29 Mio. EUR.
Die Shenzhen Metro Corporation plant insgesamt zehn neue Metrolinien in Betrieb zu nehmen. Der Auftrag an Siemens betrifft den jeweils ersten Bauabschnitt der beiden im Bau befindlichen Linien 1 und 4. Diese beiden Streckenabschnitte sind zusammen über 20 Kilometer lang, verlaufen überwiegend unterirdisch und verbinden insgesamt 18 Metrostationen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2005 geplant. Die Gesamtlänge der beiden Linien im Endausbau wird ca. 65 Kilometer betragen.
„Hongkongs Nachbarmetropole Shenzhen ist eine von rund zwei Dutzend chinesischer Millionenstädte, die schon heute akuten Bedarf an modernen, leistungsfähigen Nahverkehrslösungen haben“, beschreibt Herbert H. Steffen, Vorsitzender des TS-Bereichsvorstands, das Marktpotenzial im bevölkerungsreichsten Land der Erde. „Damit ist China der international dynamischste Wachstumsmarkt im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. In Beijing ist im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2008 ein zusätzlicher Investitionsschub zum Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur zu erwarten.“ Der TS-Chef sieht Siemens aufgrund der technologischen Spitzenposition im Bereich der Signal- und Leittechnik sowie des erfolgreichen Joint-Ventures in Xian gut positioniert, um in China auch weiterhin gerade in der Bahnautomatisierung eine herausragende Rolle zu spielen. Hansjörg Hess, Leiter des Geschäftsgebiets Rail Automation, ergänzt: „Mit der Linie 2 in Guangzhou, der XinMin-Line in Shanghai und dem Shenzhen-Auftrag hat Siemens die drei bedeutendsten chinesischen Signalling-Projekte der vergangenen eineinhalb Jahre gewonnen. Dabei war entscheidend, dass wir durch unser Joint-Venture in der Lage sind, den in China regelmäßig geforderten hohen lokalen Wertschöpfungsanteil zu erbringen.“ So seien etwa beim aktuellen Auftrag in Shenzhen mehr als 50 Prozent lokaler Wertschöpfung gefordert gewesen.
Die Siemens-Lösung für Shenzhen basiert auf modernsten, international bewährten Systemen. Bei der Signaltechnik kommen das elektronische Stellwerk Sicas und die Linienzugbeeinflussung vom Typ LZB 700 M, bei der Leittechnik das modulare Vicos-System zum Einsatz. Die Fertigung in Xian ist unter anderem durch die Lieferung von Komponenten für Sicas und LZB 700 M an dem Projekt beteiligt.
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