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Presse 2002
Für die Fachpresse
Siemens gewinnt strategisch wichtigen Großauftrag in Schanghai Bereich Transportation Systems liefert gemeinsam mit lokalem Partner Metrozüge für neue U-Bahnlinie der Megacity

Der Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) wird gemeinsam mit seinem chinesischen Partner Zhuzhou Electric Locomotive Works (ZELW) die Fahrzeuge für Schanghais neueste U-Bahnlinie, die Linie 4 (Pearl Line Phase 2), liefern. Ein entsprechender Vertrag über 28 sechsteilige Metrozüge wurde heute in Schanghai unterzeichnet. Hinzu kommt eine Option zur Lieferung von weiteren zehn baugleichen Zügen für die Erweiterung der Metrolinie 1. Mit diesen strategisch wichtigen Verträgen, die einen Gesamtwert von rund 270 Mio. US-Dollar haben, hat TS seine bereits gute Position in der Wachstumsmetropole Schanghai gefestigt und auch seine Stellung im zukunftsträchtigen chinesischen Nahverkehrsmarkt insgesamt deutlich gestärkt.

„Für Siemens stellt dieser Auftrag einen weiteren wichtigen Meilenstein dar“, betonte Prof. Edward G. Krubasik, im Zentralvorstand der Siemens AG zuständig für den Bereich TS, „weil wir jetzt auch in China unser eigenes modulares Metrokonzept erfolgreich platziert haben.“ Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt im Frühjahr 2004 und endet Mitte 2006. Rund 80 Prozent des Auftragswerts entfallen auf Lieferungen und Leistungen von Siemens. Der Anteil lokaler Wertschöpfung liegt insgesamt knapp über 60 Prozent vom Gesamtauftrag.

„Dieser Auftrag ist die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit mit unserem lokalen Part-ner ZELW,“ erläuterte Hans-Dieter Bott, imTS-Bereichsvorstand für die Region Asien zuständig. „Dadurch sind wir in der Lage, auch bei künftigen Ausschreibungen für Nahverkehrsfahrzeuge in China einen hohen Grad an lokaler Wertschöpfung zu realisieren.“ Bei der Signaltechnik könne TS dies schon seit Jahren über sein erfolgreiches Joint-Venture in Xian. Mit diesen beiden Standbeinen habe TS alle Chancen, das Geschäft im dynamischen chinesischen Nahverkehrsmarkt weiter nachhaltig auszubauen.

Rund zwei Dutzend Millionenstädte des Landes haben akuten Bedarf an modernen Nahverkehrslösungen angemeldet. Allein in Schanghai – mit mehr als 16 Millionen Einwohnern die größte Stadt Chinas – sollen künftig insgesamt 17 Nahverkehrslinien in Betrieb sein: acht Metrolinien, fünf Stadtbahnen und vier Umlandbahnen. Die ersten beiden Metrolinien wurden von einem Konsortium mit Beteiligung von Siemens schlüsselfertig erstellt und 1995 bzw. 2000 eröffnet.

Die neuen Metrozüge für Schanghai werden bis auf die ersten beiden – die komplett im Werk Wien des TS-Geschäftsgebiets Heavy Rail gebaut und nach China exportiert werden – beim Partner ZELW in Zhuzhou lokalisiert. Für die lokal gefertigten Metros liefert Siemens die gesamte Elektrotechnik sowie einige mechanische Komponenten zu. 

Der Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) zählt zu den international führenden Anbietern der Bahn-industrie. Als Gesamtanbieter und Systemintegrator vereint TS heute in seinen Segmenten Automation & Po-wer, Rolling Stock, Turnkey Systems und Integrated Services sämtliche Kompetenzen von Betriebsführungssystemen über die Bahnstromversorgung bis hin zu Fahrzeugen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr sowie umfassende Erfahrungen im Projektmanagement und zukunftsorientierte Servicekonzepte. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte TS mit weltweit rund 14.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,0 Mrd. EUR. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBITA) betrug 186 Mio. EUR. Weitere Informationen zu TS im Internet unter www.siemens.com/ts
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