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Presse 2002
Für die Fachpresse
Als erster E-Lokhersteller: Zulassung der Siemens-Zweisystemlok ES 64 U2 für Deutschland und die Schweiz

Seit April 2002 darf die von Siemens Transportation Systems (TS) an den Schweizer Transport- und Logistikdienstleister Hupac verkaufte Eurosprinter-Elektrolokomotive ES 64 U2 - 102 uneingeschränkt in der Schweiz und Deutschland fahren. Siemens ist damit der erste Bahnfahrzeughersteller, der moderne und hochleistungsfähige Drehstromlokomotiven für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz anbieten kann.

Die Hupac-Lokomotive wurde zu diesem Zweck mit den Zugsicherungssystemen beider Länder ausgestattet und erfüllt deren Zulassungsbedingungen. Hupac hat insgesamt drei Eurosprinter-Loks von Siemens im Fuhrpark. Die beiden übrigen werden ebenfalls noch mit der deutschen und der Schweizer Technik ausgestattet. Damit stehen Lokomotiven zur Verfügung, die durchgängig von den norddeutschen Seehäfen in die Schweiz und nach der Alpenüberquerung bis an die italienische Grenzen fahren können. Für Hupac bedeutet dies eine Verschlankung und Beschleunigung der Betriebsabläufe und damit zugleich ein Zugewinn an Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit.

Die Eurosprinter-Lokomotiven haben sich für Siemens zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Mehr als 500 Exemplare stehen bereits in den Auftragsbüchern, davon allein 400 für die ÖBB, 25 für die DB AG (Baureihe 182) und 38 für die Siemens Dispolok GmbH. Rund 100 Lokomotiven befinden sich bereits im Einsatz. Die Dispolok GmbH rüstet derzeit ebenfalls mehrere ES 64 U2 mit den deutschen und schweizerischen Zugsicherungssystemen aus. Sie werden voraussichtlich ab Mitte 2002 als Mietlokomotiven für den grenzüberschreitenden Einsatz zur Verfügung stehen.

Mit einer Dauerleistung von 6400 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h sind die Mehrsystem-Lokomotiven aus der Eurosprinter-Familie universell einsetzbar. Auch Reisezüge für den Personenverkehr wurden damit schon bespannt. Die ES 64 U2 kommt neben Deutschland und der Schweiz auch in Österreich und Ungarn zum Einsatz. Durch die zwei installierten Stromsysteme können auch Netze mit einer Oberleitungsspannung von 25 kV befahren werden, was Einsatzmöglichkeiten in mehreren europäischen Ländern eröffnet.
Die großen Stückzahlen ermöglichen die Großserienfertigung. Das bedeutet für den Kunden kurze Lieferzeiten und einen attraktiven Preis. Die bislang gesammelten Erfahrungen zeigen, dass sich die Fahrzeuge durch hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit auszeichnen. Der modulare Aufbau sorgt für Sicherheit im Betrieb und erleichtert die Instandhaltung.

Der Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) zählt zu den international führenden Anbietern der Bahn-industrie. Als Gesamtanbieter und Systemintegrator vereint TS heute in seinen Segmenten Automation & Po-wer, Rolling Stock, Turnkey Systems und Integrated Services sämtliche Kompetenzen von Betriebsführungssystemen über die Bahnstromversorgung bis hin zu Fahrzeugen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr sowie umfassende Erfahrungen im Projektmanagement und zukunftsorientierte Servicekonzepte. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte TS mit weltweit rund 14.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,0 Mrd. EUR. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBITA) betrug 186 Mio. EUR. Weitere Informationen zu TS im Internet unter www.siemens.com/ts
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