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Siemens Transportation Systems (TS) wird die im Bau befindliche Linie 4 der Metro Budapest mit modernster Leit- und Sicherungstechnik für den fahrerlosen Betrieb ausrüsten. Damit ist diese Strecke die erste vollautomatische U-Bahn-Linie in Ungarn. Siemens Transportation Systems erhielt den Auftrag, der auch die Elektrifizierung der Linie einschließt, vom Budapester Nahverkehrsbetreiber BKV Zrt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 109 Mio. EURO.
Der vollautomatische Betrieb der künftigen Linie 4 ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80km pro Stunde und einen U-Bahn-Takt von 90 Sekunden. Zudem können die eingesetzten Metro-Fahrzeuge zeitnah und flexibel an die Zahl der Fahrgäste angepasst werden. Die neue U-Bahn-Strecke Budapests führt unter der Donau durch und verbindet die Stadtteile Kelenföld (Südbuda) und Rákospalota (Ost-Pest) miteinander. Die Strecke mit zehn Haltestellen verläuft komplett unterirdisch und ist im ersten Streckenabschnitt 7,4 km lang. Im Lieferumfang enthalten ist auch ein vollautomatisches Depot, das überirdisch bei der Station Kelenföldi angelegt ist. In dem Depot werden Service und Instandhaltung der Metro-Fahrzeuge durchgeführt. Die Eröffnung der neuen Linie ist für Mai 2010 geplant. In der Startphase fahren in den Metrozügen noch Zugbegleiter mit.
Siemens TS ist für die Leit- und Sicherungstechnik, Telekommunikation, Stromversorgung und die Ausrüstung der Leitzentrale zuständig. TS liefert neben den Strecken- auch die Fahrzeugkomponenten für die Zugbeeinflussungstechnik.
2004 hatte Siemens bereits einen Auftrag für die Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik der Metrolinie 2 in Budapest erhalten. Die Arbeiten erfolgen ohne Beeinträchtigung des Fahrgastbetriebs. Das neue System für die Linie M2 wird im Juni 2008 in Betrieb gehen.
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