Erlangen wurde schon 1002 urkundlich erwähnt und verfügte bereits im 14. Jahrhundert über einen eigenen Stadtrat. Die weltoffene Stadt nimmt im Jahre 1686 zahlreiche Hugenottenflüchtlinge aus Frankreich auf, für die der Bayreuther Markgraf Christian Ernst eine eigene „Neustadt“ nach dem Plan einer barocken Idealstadt anlegen lässt.
Die handwerklichen und wirtschaftlichen Fertigkeiten der Neuankömmlinge befördern das Wachstum der Stadt nachhaltig. Strumpfwirker, Handschuh- und Hutmacher sowie Gobelinmanufakturen machen sie zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum in Bayern. Heute ist Erlangen mit rund 102.000 Einwohner die kleinste der 8 bayerischen Großstädte. Ihr städtisches und kulturelles Leben ist stark durch mehr als 24.000 Studenten und rund 10.000 Mitarbeiter der 1743 gegründeten Universität geprägt. Bis zum Jahre 2010 will Erlangen Bundeshauptstadt der Medizin werden.
Wichtige Daten der Stadtentwicklung:
1743
Gründung der Friedrich-Alexander-Universität
1949
Hauptsitz der Siemens-Schuckertwerke
1966
Gründung der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität
1974
Erlangen wird Großstadt
1989
Erlangen wird Stammsitz der neu gegründeten Siemens Verkehrstechnik, Anlagentechnik, Energieübertragung und -verteilung sowie der Medizinischen Technik und avanciert zum zweitgrößten Siemens-Standort